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Ein Pantun ist ein Formgedicht, das ursprünglich mündlich in malaiischer Sprache vorgetragen wurde.

Ein Pantun kann aus beliebig vielen Strophen bestehen. Die Strophen bestehen aus jeweils vier Zeilen. Gereimt werden diese Quartette im Kreuzreim, also a-b-a-b. Jeweils die zweite und vierte Zeile einer Strophe werden als erste und dritte Zeile der nächsten Strophe wiederholt. Zusätzlich wird die dritte Zeile der ersten zur zweiten Zeile der letzten Strophe und der erste Vers des Gedichtes zum letzten.

Ein Gedicht mit vier Strophen besteht also aus nur acht verschiedenen Versen (1–8) und vier Reimpaaren (a–d):
1. St. – 2. St. – 3. St. – 4. Strophe
1 (a) – 2 (b) – 5 (c) – 7 (d)
2 (b) – 5 (c) – 7 (d) – 3 (a)
3 (a) – 4 (b) – 6 (c) – 8 (d)
4 (b) – 6 (c) – 8 (d) – 1 (a)

Es sind auch verschiedene Abweichungen von den o.a. grundsätzlichen Regeln möglich, z.B. werden Pantune im europäischen Raum auch ungereimt verfasst.

Zwischen uns passt kein Blatt

> Pantun (Formgedicht) Zwischen uns passt kein Blatt .| Zwischen uns passt kein Blatt.| So eng sind wir verbunden.| Doch langsam hab ich’s satt.| Das sag ich unumwunden .| So eng sind wir verbunden.| Du umschließt mich wie der Efeu … Weiterlesen

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